LEBENSZYKLUSPROJEKT – PROJEKT SCHULEN UND TURNHALLENDER STADT HALLE

Beschreibung

UMBAU / MODERNISIERUNG UND ERWEITERUNG GRUNDSCHULE DIESTERWEG +
GRUNDSCHULE KRÖLLWITZ + HORTNEUBAU

Die Grundschule Kröllwitz besteht aus mehreren Gebäuden: zwei denkmalgeschützten Schulgebäuden, einer historischen Doppelturnhalle und einem Anbau (DDR-Zeit). Dabei sind nach der umfassenden Modernisierung in den Hauptgebäuden sowohl Klassenräume als auch Fachkabinette integriert. Der Verbinderneubau, als neue Visitenkarte fasst im Wesentlichen die barrierefreie Erschließung und die Sanitärbereiche. Die bestehende Turnhalle und der angebaute Bereich der Fachkabinette sind umfassend saniert.

Bei allen Gebäuden wurden die Technische Gebäudeausrüstung, der bauliche Brandschutz, Schallschutz, die Raumakustik und die Freiflächengestaltung unter den Aspekten der Denkmalpflege und der Nachhaltigkeit realisiert.

SCHULGEBÄUDE – HAUS 2 /  3 / VERBINDERNEUBAU

Die beiden 2- geschossigen Mauerwerksgebäude wurden zwischen 1883-1887 errichtet und sind teilweise unterkellert. Beide Gebäude wurden vollständig saniert und in eine moderne, den heutigen Grundschulstandards entsprechende Schule umgebaut. Das äußere Erscheinungsbild ist durch die verklinkerten Fassaden im gelben Farbton sowie die Natursteinsockel geprägt.

Durch die im Gebäudeinneren geplanten Funktionen wird der Verbinder zum Hauptzugang zu den Schulgebäuden und erfährt durch die Großzügigkeit mit Galerie und freistehender Treppenanlage seine Aufwertung. Im Verbinderbau ist eine zusätzliche vertikale Erschließung aller Gebäudeteile mit Treppe und Aufzug zur Optimierung der Rettungswegesituation vorgesehen. Im Kernbereich beider Etagen sind Nebenräume und Sanitärräume untergebracht. Die Raumaufteilungen der Bestandsgebäude 2 und 3 bleiben im Wesentlichen durch die Unterbringung von Unterrichtsräumen  und Fachkabinetten erhalten. Die Kellerräume wurden für Lagerräume und gebäudetechnische Anlagen verwendet.

TURNHALLE UND HAUS 4

Die Turnhalle fügt sich optisch mit ihrem Natursteinsockel in das Ensemble ein. Der ehemalige Hort (Gebäude 4) wird mit seinen Klassenräumen ebenfalls schulisch genutzt. Die Turnhalle verbindet den Turnhallenbereich mit den dazugehörigen Nebenräumen und dem Sozialtrakt. Zur Aufnahme des großen Werkraumes mit dem Vorbereitungsraum sowie drei weitere Unterrichtsräume wurden das Gebäude 4 und die Turnhalle modernisiert. Für die ewährleistung des zweiten Rettungsweges wurde giebelseitig eine zusätzliche außenliegende Fluchttreppe angeordnet. Die barrierefreie Erschließung des Erdgeschosses wird durch den Neubau einer Rampe am Hauptzugang gewährleistet.

HORTNEUBAU

Der Hortneubau ergänzt die straßenbegleitende Bebauung und führt so den städtebaulichen Kontext und die Straßenflucht fort. Das Gebäude integriert sich durch seine Geschossigkeit (3 Geschosse) in die umliegende Bebauung und schiebt sich entlang eines Geländesprungs in die Anlage der Grundschule Kröllwitz.

Der schulbedingte Fahrverkehr zum Holen und Bringen der Kinder wird räumlich verteilt. Der Hortneubau schließt den Schulhof als Gebäudeensemble. Das entstehende städtebauliche Bild wirkt vorteilhaft ergänzt.

Der Baukörper erscheint straßenseitig als 3- Geschosser und hofseitig als 2-Geschosser. Die barrierefreie Erschließung des Gebäudes erfolgt über das Haupttreppenhaus von der Straße. Über einen Aufzug wird weiter der barrierefreie Zugang zum Hof gewährleistet. Das Hortgebäude beherbergt neben einem Speise- und Begegnungsraum verschiedene Bereiche organisatorischer Art sowie Lern-, Lese- und Werkstatträume für Kinder.

Der Baukörper erscheint straßenseitig als 3- Geschosser und hofseitig als 2- Geschosser. Die barrierefreie Erschließung des Gebäudes erfolgt über das Haupttreppenhaus von der Straße. Über einen Aufzug wird weiter der barrierefreie Zugang zum Hof gewährleistet. Das Hortgebäude beherbergt neben einem Speise- und Begegnungsraum verschiedene Bereiche organisatorischer Art sowie Lern-, Lese- und Werkstatträume für Kinder.

TECHNISCHE ANLAGEN

Die technischen Anlagen des Gesamtkomplexes wurden ab den Hauseinspeisepunkten komplett erneuert. Für die Schul- und das Hortgebäude wurde jeweils ein Gasbrennwertgerät als Wärmeerzeuger eingesetzt. Die Wärmeverteilung erfolgt über ein Zweirohrsystem mit Pumpen-Warmwasserverteilung.

Für die Beheizung der Turnhalle wurde eine spezielle Sportbodenheizung geplant, während die Klassenräume Röhrenradiatoren beheizt werden.

Die Trink-Warm-Wasserbereitung erfolgt in einer zentralen Anlage für die Turnhalle und die Fachunterrichtsräume im Haus 4. Im übrigen Schulgebäude und im Hort wird das Warmwasser dezentral erzeugt. Sämtliche Trink- und Schmutzwasserleitungen sowie die sanitären Anlagen wurden komplett erneuert.

Die Lüftung für den Duschbereich und den Sozialtrakt der Turnhalle wird durch ein kombiniertes Zu- und Abluftgerät mit Wärmerückgewinnung gewährleistet. Innenliegende Toiletten- und Lagerräume werden durch Einzelraumventilatoren entlüftet.

Die Stark- und Schwachstromanlagen der Objekte wurden ebenfalls komplett erneuert. Die Beleuchtung der Klassenräume wird tageslichtabhängig über Präsenzmelder gesteuert. Die gesamte Steuerung und Regelung übernimmt dabei das EIB KNX-Installationssystem. Durch dieses Bussystem werden auch die Heizkörper der einzelnen Klassenräume über Zonenventile entsprechend des Stundenplanes geregelt. Die Sicherheitsbeleuchtung zur Beleuchtung der Flucht- und Rettungswege wird von einer Zentralbatterieanlage versorgt.

Eine Brandmeldeanlage mit automatischen Rauchmeldern überwacht die Flucht- und Rettungswege sowie ausgewählte Räume mit erhöhter Brandlast. Die Alarmierung erfolgt über eine elektronische Beschallungsanlage. Diese Anlage ist auch mit einer Zentraluhr gekoppelt und dient gleichzeitig zu Pausensignalisierung.

Der gesamte Gebäudekomplex ist durch eine strukturierte Verkabelung für den Telefon- und Datenverkehr erschlossen. Dabei sind das Schulgebäude, das Haus 4 und der Hort über erdverlegte Lichtwellenleiterkabel miteinander verbunden. Weiterhin wurden im Gebäudekomplex eine Einbruchmeldeanlage und diverse RWA-Anlagen installiert.

Als übergeordnete Leittechnik wurde ein Gebäudeautomations-system vorgesehen. Darüber werden alle durch Bus-Systeme gesteuerten Anlagen überwacht sowie Störungsmeldungen der technischen Anlagen erfasst. Alle erfassten Daten werden an einen Zeitstellenrechner weitergeleitet.

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