Bei dem Bestandsgebäude handelt es sich um ein 8-geschossiges Wohnhochhaus, welches gegen Ende der 1960er-Jahre in Plattenbauweise errichtet wurde. Markant ist die große Länge des Gebäudes von ca. 226 m sowie seine exponierte Lage südlich des Postplatzes am ehemaligen Wallgraben in unmittelbarer Nachbarschaft zur Dresdner Altstadt.
Es wurde eine Vorhangfassade aus farbig hinterlegten Glastafeln in Kombination mit Faserzementplatten an die Ostfassade des Gebäudes angebracht. Die großzügig ausgeschnittenen Bereiche sollen übergroße Fensteröffnungen symbolisieren. Durch das Aufbrechen der Fassade wird die strenge Seriellität aufgehoben und der Maßstab innerhalb der Lochfassade geändert. Der exponierte Ausblick zur Stadt wird inszeniert.
Die der Öffentlichkeit abgewandte Westfassade wurde schlicht gestaltet, was eine Konzentration der zur Verfügung stehenden Mittel auf die exponierte Ostfassade erlaubte. Gestaltprägend sind die vertieft liegenden Loggien mit oberflächenbündigen Brüstungen und die farbig abgesetzten Rückwände.





