Neubau eines Wohnquartiers Wendenschloßstraße, Berlin-Köpenick

Beschreibung

Lage

Das Grundstück wird im Norden von der Luisenstraße, im Osten von der Wendenschlossstraße, im Süden durch ein Straßenbahndepot der BVG und im Westen durch niedriggeschossige Bebauung und Höfe/Gärten begrenzt. Das Wohnquartier ist durch 3 Grundstückszufahrten zugänglich, die durch Schranken vor unbefugtem Befahren gesichert sind. Die Wohngebäude sind jeweils durch ein neu angelegtes Straßen- und Wegenetz erschlossen.

Entwurf

Der städtebauliche Entwurf nimmt Rücksicht auf die angrenzenden Gebäudehöhen und Lärmquellen (das Straßenbahndepot) und bettet sich in die umliegenden unterschiedlichen Gebäudetypen ein. Die Straßenflucht wird sowohl in der Wendenschlossstraße als auch in der Luisenstraße aufgegriffen. Ergänzt durch den Neubau, erhält der Straßenraum mit der bestehenden Nachbarbebauung eine neu definierte Blockstruktur. Die Gebäudekomplexe auf dem 12.270 m² Baugrundstück sind so angeordnet, dass sich 4 Innenhöfe e­rgeben, die von allen Bewohnern genutzt werden können. Die Gestaltung der Höfe ist durch eine Begrünung und Spielplätze geprägt, bietet aber auch Platz für PKW- und Fahrradstellplätze, Müllsammelstellen sowie die notwendigen Feuerwehr- und Durchfahrtsflächen. Durch den durchlaufenden geschlossenen Gebäuderiegel im südlichen Teil des Baugrundstücks, werden die Höfe von dem benachbarten Lärm geschützt.

Gebäudekonzept

Jede Wohnung hat wohnungsinterne Abstellflächen und erhält zusätzlich einen Abstellraum im Gebäude. Diese Abstellräume befinden sich i. d. R. im Erdgeschoß, im Gebäude 3 verteilen sich die Abstellräume über alle Etagen und das Treppenhaus, in Gebäude 2 gibt es in den Treppenhäusern jeweils einzelne Abstellräume. Die allgemein zugänglichen Räume für Kinderwagen, Rollatoren o. ä. befinden sich ebenfalls im Erdgeschoss und sind von allen Bewohnern nutzbar. Zu jeder Wohnung gehört ein Balkon oder eine Terrasse, die sich zu den Innenhöfen orientieren. Diese sind als vorgestellte Stahlkonstruktion mit einer separaten Gründung, ausgeführt.

Fassade

Die Eingliederung in die Nachbarbebauung wird auch durch Gestaltungselemente der umgebenden Bebauung in der Fassadengestaltung fortgesetzt, insbesondere die des Straßenbahndepots. Die lange Südfassade des Neubaus greift das Thema der in Rottönen gehaltenen Klinker auf und gliedert mit deren Hilfe die Fassade optisch in mehrere, vertikale, unterschiedlich gestaltete Abschnitte. Es entsteht eine abwechslungsreiche, kleinteilige Gesamtansicht. Die Attikahöhen an der Südfassade variieren ebenfalls und tragen diesem Gestaltungsansatz Rechnung. Der Gebäudeteil, welcher zur Wendenschlossstraße mit dem Laubengang erschlossen wird, erhält an der Fassade eine Unterbrechung der Stahlbetonbrüstung durch ein filigranes Edelstahlseilnetz. Dieses optische Highlight lockert die Fassade auf und vermittelt einen abwechslungsreichen, transparenten Eindruck. Gleichzeitig bleibt eine angemessene Distanz zwischen dem öffentlichen Straßenraum und dem privaten Laubengang vor den Wohnungen gewahrt.

Galerie