In der Ortschaft Böhlen bei Grimma wurde eine 2-zügige Oberschule (5.-10. Klasse) als Ersatzneubau mit ca. 3.000m² NF errichtet. Die Schule ist für 336 Schüler ausgelegt (28 je Klasse).
Der Neubau soll den Lern- und Lebensraum der Kinder und Jugendlichen verbessern und neue pädagogische Konzeptionen (Veränderungen der Unterrichtsformen und -inhalte, Unterrichtsorganisation und Ganztagsangebote) als auch Barrierefreiheit ermöglichen.
Der zentral zwischen den beiden Gebäudeflügeln gelegene Gemeinschaftsbereich öffnet sich zur nach Osten abfallenden Landschaft und erhält den Blick in die Weite.
Die Fassadengestaltung mit Klinkermauerwerk, einem Fassadenband mit einer bronzefarbenen Oberfläche und verschiedenfarbigen Ziegeln vereint modernen Neubau mit der Einfügung in die ländliche Umgebung.
Der Ersatzneubau der Oberschule Böhlen wurde als zwei-geschossiger Schulneubau mit Technikgeschoss und barrierefreier Erschließung realisiert. Die Tragkonstruktion wurde als wirtschaftliche Mischkonstruktion aus Stahlbeton und Mauerwerk entwickelt. Tragende Außenwände sowie wesentliche Innenwände wurden in Stahlbeton ausgeführt, die Geschossdecken als Stahlbetonkonstruktion mit lokalen Unterzügen und Stützen. Die Gründung erfolgte überwiegend über Streifenfundamente mit ergänzender tragender Plattengründung in hoch belasteten Bereichen.
Besondere Schwerpunkte der Tragwerksplanung waren die Entwicklung eines robusten und wirtschaftlichen Tragwerkskonzeptes für den Schulbetrieb, die Integration eines barrierefreien Aufzugsschachtes in Massivbauweise, die Ausbildung auskragender Erschließungsbereiche sowie die Abstimmung umfangreicher haustechnischer Anlagen innerhalb des Technikgeschosses. Die Planung umfasste die Leistungsphasen 1 bis 6 der Tragwerksplanung und erfolgte in enger Abstimmung mit Objektplanung, Technischer Ausrüstung und Prüfingenieur.






