Die innerstädtische Lückenbebauung erfüllt die Kriterien des KfW-Effizienzhaus-70-Standards. Zwei Gebäude mit 14 und 30 Wohneinheiten sind so zwischen bestehende Häuser errichtet worden, dass allen Mietern eine geschlossene Innengrünfläche zur Verfügung steht.
KG 410 – Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen
Für alle Neubauten ist die zentrale Trinkwasserversorgung einschließlich Warmwasserbereitung gemeinsam im Bestandsgebäude Haus 130 installiert. Die technischen Parameter sind mit dem Wärme-Contracting-Unternehmen abgestimmt und auf die neuen Anforderungen angepasst. Mittels Zirkulationsnetz wird die Trinkwasserhygiene sichergestellt. Über Medienschächte sind alle Bäder und Küchen erschlossen, die konsequente Unterputzinstallation rundet die modernen optischen Ansprüche ab. Alle Bäder sind mit flachen Duschtassen, Antislip und Glasduschabtrennungen komfortabel ausgestattet.
KG 420 – Wärmeversorgungsanlagen
Die Wärmeerzeugung ist mittels Fernwärme in der Temperaturspreizung 70/50 realisiert. Alle neu errichteten Gebäude sind an die Wärme-Contracting-Station im Bestandsgebäude Haus 130 angebunden. Die technischen Parameter sind mit dem Wärme-Contracting-Unternehmen abgestimmt und auf die neuen Anforderungen angepasst. Jeweils separate Heizkreise und Wärmemengenzähler sowie elektronische Heizkostenverteiler des Messdienstes ermöglichen dem Verwalter die genaue Heizkostenabrechnung.
Strangdifferenzdruckregler und Strangabsperrventile im Keller sowie voreinstellbare Thermostatventile an den profilierten Ventilplattenheizkörpern sorgen für optimale Voreinstellung des Wärmeverteilnetzes. Alle Heizleitungen sind unter Putz in Medienschächten oder im Fußbodenaufbau verzogen. Die individuelle thermische Nutzung der Bäder ist mit elektrischen Handtuchheizkörpern möglich.
KG 430 – Lufttechnische Anlagen
Die mechanische Lüftungsanlage wird in den Programmen Grund- und Bedarfslüftung mit Absenkmodus gesteuert. Innen liegende Sanitärräume, wie Bäder, Küchen, WC-Raum und Waschmaschinenaufstellraum sind mit Abluftelementen ausgestattet. In den Wohnräumen sind Feuchte gesteuerte Zuluft- und Überströmelemente installiert.
KG 440 – Starkstromanlagen
Die einzelnen Wohnungen werden niederspannungsseitig über zentrale Zählerplätze im KG aus dem Netz der Stadtwerke Leipzig mit Strom versorgt.
Jede Wohnung besitzt einen 3- bzw. 4-reihigen Unterverteiler je nach Ausstattung und Größe. Die allgemeinen Anlagen wie Aufzüge, Hauslicht und RWA-Anlagen werden separat je Aufgang gezählt und über den allgemeinen Verteiler versorgt. Die Ausstattung der Wohnungen erfolgen je nach Größe in 1 bzw. 2-Stern-Kategorie. Dabei wurden je Wohnraum eine TV- bzw. eine Telefondose angeordnet. Eine äußere Blitzschutzanlage besitzen die Gebäude nicht.
KG 450 – Fernmelde- u. inf. Anlagen
Für die fernmeldetechnische Versorgung der Wohnungen wurde eine Verkabelung nach Kat. 3 sowie ein separates Koaxialkabelnetz zwischen den Einspeisepunkten im KG und den Wohnungen verlegt. Zur perspektivischen Nachverlegung von LWL-Kabeln wurde ein entsprechendes Leerrohrnetz vorgesehen. Alle Wohnungen sind über eine Gegensprechanlage von den jeweiligen Eingängen aus anrufbar.
KG 460 – Förderanlagen
In jedem Aufgang des Neubaus wurde ein behindertengerechter Aufzug mit einer Tragkraft von 1.000 kg bzw. für 13 Personen eingebaut. Alle Aufzüge wurden als maschinenraumlose Aufzüge mit Seilantrieb, teilweise als Durchlader, ausgeführt.
KG 540 – Technische Anlagen in Außenanlagen
Getrennte Entwässerungssysteme für Schmutz- und Regenwasser sowie Kabelschutzleerrohrsysteme zum zeitversetzten Kabelnachzug von den Außenanlagen durch die Bodenplatte in den Technikraum setzen den Stand der Technik in zeitgemäße, flexible Möglichkeiten für den Bauherrn um. Alle Übergabeschächte zur öffentlichen Entwässerung sind in aufgrabungsfreiem unterirdischem Rohrvortrieb errichtet, um die Buslinie auf dem neu errichteten Asphalt der Arthur-Hoffman-Straße bauzeitlich nicht umleiten zu müssen.
Die Forderung der Stadt Leipzig nach Regenrückhaltung auf dem Grundstück ist mit Zisternensystemen im Innenhof umgesetzt. Die Rückhaltevolumina sind für das Haus 126 mit Nutzvolumen 14,8 m³ und für das Haus 132-136 mit insgesamt 22,6 m³ realisiert. Unter der Rückstauebene in den Freianlagen liegende Linienentwässerungssysteme sind an zwei Doppelpumpensysteme im Innenhof angeschlossen.
Besondere Herausforderung zu Beginn der Baumaßnahme war die Entkopplung der Entwässerung des angrenzenden Bestandgebäudes 140, deren Grundleitung durch das Neubaufeld Haus 136 verlief. Die TV-Befahrung des Systems während der Planung stellte sicher, dass diese Umsetzung im Betrieb des Bestandsgebäudes 140 zeitgleich mit der Errichtung der Bodenplatte des benachbarten Neubaus erfolgen konnte.






