Bei dem Kulturdenkmal handelt es sich um eine zweigeschossige Gründerzeitvilla mit quadratischem Grundriss. Zusätzlich zu den beiden Vollgeschossen existiert ein Kellergeschoss und ein Dachraum. Durch seine aufwendig gestalteten Fassaden und die hochwertige Innenausstattung ist das Bauwerk von hohem architektonischem, baukünstlerischem und historischen Wert. Die Fassade im Souterrain wird im Sockelbereich durch Bossenquader getragen. Die aufwendig gestalteten Putzfassaden des Erdgeschosses und des Obergeschosses stechen durch ihre erbauungszeittypischen Zier- und Gliederungselemente aus Sandstein und Putzstuck heraus. So zum Beispiel die Fenstereinfassungen mit profilierten Fenstergewänden und mit Bezeichnungen versehenen Medaillons.
Von besonderer Bedeutung ist der über drei Achsen reichende Mittelrisalit an der Westfassade. Die ursprüngliche Innenausstattung, bestehend aus dem hochherrschaftlichen Treppenhaus mit stuckverzierten Treppenkonsolen und den dazugehörigen schmiedeeisernen Geländern, Stuckdecken, filigranen Wandvertäfelungen, Parkettböden, Seidentapeten, Türbekrönungen, Wandmalereien und Biermalereien an den Holztüren sind zu Teilen noch im Original erhalten.
Die Villa Falck wird zukünftig auf 4 Etagen als Büro- und Geschäftshaus funktionieren. Die historischen Grundrisse bleiben im Wesentlichen erhalten. Lediglich der ehemalige Lichthof sowie das ehemalige Bad im Erdgeschoss und Obergeschoss werden strukturell umfunktioniert. Das Erdgeschoss und das Obergeschoss sollen im Sinne des historischen Vorbildes wiederhergestellt werden. Daher bleiben hier die hochwertigen Ausstattungselemente (Wandmalereien, Stuckverzierungen und Holzvertäfelungen) in den Haupträumen erhalten. Geschädigte Elemente werden originalgetreu nachempfunden. In dem ehemaligen Keller werden zukünftig moderne Büroräume angeordnet. Die Innengestaltung dieser Räume bildet das komplette Gegenteil zu den darüberliegenden Geschossen. Die Wände werden in Sichtmauerwerk ausgebildet. Als Kontrast dazu sind schwarze Metalltüren mit Glasausschnitten geplant. Die Trassenführungen der haustechnischen Anlagen werden sichtbar an den Gewölbedecken bzw. an den Wänden installiert. Das Souterrain er-hält somit einen Industrie-Look. Die Fassaden werden dem historischen Original wieder gerecht. Eine Ausnahme bildet die Ostfassade – hier wird der denkmalgeschützte Bestand um einen Anbau erweitert.














