Das Umbauvorhaben der ehemaligen Messehalle 12, auch bekannt als „Sowjetischer Pavillon“, gliedert sich in drei Bauabschnitte. Der 1. BA wurde bereits fertiggestellt. Er umfasst das vorhandene Stadtarchiv sowie Büroflächen in den beiden Obergeschossen des Magazinneubaus. Im 2. Bauabschnitt sind Mietflächen mit für städtische Ämter mit für ca. 400 Mitarbeiter, Depot- und Lagerflächen für die städtischen Museen und ein Atrium als große Veranstaltungsfläche vorgesehen. Der 3. Bauabschnitt ist als Gründerzentrum konzipiert und beinhaltet Mietflächen für Werkstatt, Büro- und Labornutzung sowie einen Konferenzbereich. Anstelle des in Teilen zurückzubauenden Bestandsgebäudes entsteht unter Beachtung der Auflagen zum Umgang mit dem Denkmalschutz ein vielseitig und hochwertig genutzter Gebäudekomplex mit etwa 50.000 m² BGF (einschließlich Untergeschoss). Die oberirdischen Geschosse gliedern sich in Gebäudelängsrichtung um ein zentrales offenes Atrium, welches die verbleibende Hallenkonstruktion im Zustand der 1920 Jahre aufnimmt. Das Atrium dient als Veranstaltungsfläche und zugleich der natürlichen Belichtung der angelagerten Nutzflächen. In der Höhe und Geschossigkeit greift der neue Baukörper die 4-geschossige Bebauung an der Perlickstraße (BioCube und Fraunhofer-Institut) auf. Zu den Längsseiten sind die obersten Geschosse zurückgestaffelt und der Baukörper öffnet sich kammartig über eingeschnittene Lichthöfe.
Das zentrale Mittelschiff mit vorhandener Stahlkonstruktion sowie die Außenwände des Südportikus bleiben im Zustand der 1920er Jahre erhalten, so dass der Eindruck einer nach Oben geschlossenen Halle bleibt. Die verbleibenden Gebäudeteile werden durch einen Neubau ersetzt, der sich in Formsprache und Architektur selbstbewusst vom verbleibenden Bestand absetzt. Eine Würdigung des Zustandes der 1950er Jahre erfolgt durch die Rekonstruktion der Bestandsfassaden im Erscheinungsbild dieser Bauzeit mit Einbeziehung der Zierattika und Zierportale sowie durch den Erhalt des Rundbogens im Nordportikus.








